Eine Geschichte von Leidenschaft und Forscherdrang

Unser Gründer Dr. Paul Janssen

Dr. Paul Janssen (1926-2003) - eine Forscherlegende

”Forschung ist eine Obsession, die man einfach nie mehr stoppen kann.” So beschrieb Dr. Paul Janssen den Antrieb für seine wissenschaftliche Arbeit. Der belgische Chemiker und Gründer von Janssen ist in der weltweiten Wissenschaftsgemeinde als herausragender Entdecker medizinischer Wirkstoffe berühmt.

Mediziner und Unternehmer zu werden, wurde Paul Janssen einst in die Wiege gelegt, denn sein Vater war Hausarzt, bevor er einen erfolgreichen Handel mit Naturheilmitteln aufbaute. „Es war eine undankbare Kunst, in dieser Zeit Arzt zu sein”, erinnerte sich Dr. Paul, wie er liebevoll in der Janssen-Firmenfamilie genannt wird, rückblickend. „Mein Vater hatte nur bei höchstens 10 der 100 Patienten, die er täglich sah, eine Ahnung, was ihnen wirklich fehlte. Meistens war er machtlos dagegen. Seine Hauptaufgabe war es, zuzuhören. Er hatte so gut wie keine wirksamen Medikamente zur Verfügung.”

 

Ein einschneidendes Erlebnis

Und der junge Paul musste bald selbst erleben, was dieser Mangel bedeutete. Er war noch ein Kind, als seine kleine, erst vierjährige Schwester an einer tuberkulösen Hirnhautentzündung starb. Eine Krankheit, gegen die es damals keine wirksamen Mittel gab. Ein Erlebnis, dass für seine spätere Arbeit ein nie ermüdender Antrieb sein sollte.

Paul trat in die Fußstapfen seines Vaters: Er studierte nach dem Krieg Medizin, Chemie und Pharmakologie. Bei einem USA-Aufenthalt 1948 lernte er die ersten privaten Forschungslabore kennen und sah in ihnen den Weg zu seinem Lebensziel: Krankheiten zu behandeln und Patienten wirklich zu retten. Zurück in Europa stürzte er sich sofort auf die Herausforderung, sein eigenes Labor aufzubauen. „Größenwahnsinnig nannten mich meine Studienkollegen und Professoren.” Aber seine Erfolge ließen alle Kritiker schnell verstummen.

Ein kleines Labor im Haus des Vaters war 1953 die Keimzelle des heute globalen Unternehmens Janssen - ein Ort des unermüdlichen Forschens. Mit der legendären Frage „Was gibt's Neues?” betrat Dr. Paul täglich die Laborräume. „Es ging um Leben und Tod, um Erfolg oder Scheitern”, erzählte er später. Acht Jahre lang suchten Janssen und seine Mitstreiter dort Tag und Nacht nach Molekül-Verbindungen, die eine therapeutische Wirkung auf Krankheiten zeigten. Mit dem Erlös aus dem Verkauf des ersten Patents erweiterte Dr. Paul die Laboratorien. Es folgte eine Zeit beispiellos fruchtbarer Forscherarbeit auf zahlreichen Gebieten

Es ist fünf vor zwölf und der Patient wartet.

 

Ein Erbe, das weiterlebt

Sein persönliches Ziel - ein Mittel gegen die Krankheit zu finden, an der seine Schwester einst starb - hat Dr. Paul nicht mehr erreicht. Aber er hat den Grundstein dafür gelegt, dass das von ihm gegründete Unternehmen Janssen zehn Jahre nach seinem Tod die Zulassung der US-Behörde für einen Wirkstoff gegen Multiresistente Tuberkulose erhielt. Das erste Präparat überhaupt seit mehr als 50 Jahren. Zwei Jahre später folgte die Zulassung für den europäischen Markt.

Dr. Pauls Entschlossenheit und seinem Mut fühlen sich alle Janssen-Mitarbeiter auch heute noch verpflichtet. Sie forschen auf der ganzen Welt an der Spitze der Wissenschaft, um ihre gemeinsame Vision eines Tages Wirklichkeit werden zu lassen - Eine Welt ohne Krankheiten. Ausgehend von der Pionierarbeit Dr. Pauls hat Janssen im Kampf gegen Krankheiten inzwischen Erfolge erzielt, die selbst er sich nicht hat träumen lassen. Und wir machen weiter. Jeden Tag. Getreu seinem Motto: „Es ist fünf vor zwölf und der Patient wartet.”

 

zurück zur startseite

Weitere interessante Themen